Beratungsgespärch zwischen jungen Wohnungslosen und Beraterin.
Hilfe für junge Wohnungslose
Junger Mann und Beraterin palnen gemeinsam etwas an einem Kalender.
Junge Wohnungslose finden seit Januar in einer Wohngemeinschaft in Fürstenfeldbruck einen geschützten Raum und lernen gleichzeitig Ordnung und Struktur ins Leben zu bringen.
 
Luca lebt seit Mitte Januar in der Wohngemeinschaft. Der 24-Jährige hat es geschafft und sich aus seiner schweren Alkoholabhängigkeit befreit. Diese Sucht ist der Grund, dass er keinen Kontakt mehr zu seinen Eltern hat. Seine Familie hat ihn nämlich, auf dem Höhepunkt seiner Alkoholexzesse, auf die Straße gesetzt. Heute ist er trocken.
 
Wohlfühlort für junge Menschen
 
Bis zum Einzug in die Wohngemeinschaft wohnte er in einer Containeranlage für Obdachlose der Gemeinde Maisach. „Das war schon hart“, erzählt er. Die meisten Männer dort seien schwer alkoholkrank und es sei oft laut. „Mit Hygiene und Sauberkeit war es schlecht bestellt“, so Luca. Deshalb genießt er es jetzt besonders, nur mit einigen Leuten zusammenzuwohnen und selbst für die Sauberkeit der Küche zu sorgen. Erst gestern hat er das Bad gründlich geputzt. Luca wird von der hiesigen Caritas Fachambulanz für Suchtkranke noch weiter betreut.
Junger Mann sieht aus dem Fenster
Persönliche Ziele fest im Blick
 
Sein großer Wunsch ist, wieder in seinem erlernten Beruf als Landschaftsgärtner arbeiten zu können. Katharina Lahmann-Mansour, Leiterin des Caritas-WG-Projekts, bespricht mit ihm die anstehenden Termine im Jobcenter. Im Frühjahr gehe es in den Gärtnereien ja wieder richtig los, weiß Luca. Dann möchte er dabei sein. Luca wünscht sich nichts mehr als ein geordnetes Leben, eine eigene Wohnung und eine feste Partnerschaft und Familie. Letztlich will er auch wieder ein gutes Verhältnis zu seinen Eltern bekommen.
 
Spenden Sie jetzt!
 
Die WG ist noch nicht komplett eingerichtet. Mit Ihrer Spende können wir beispielsweise eine passende Eckbank für den Gemeinschaftsraum anschaffen. Oder eine stabile Tischtennisplatte mit Netz und Schlägern kaufen. Oder die Fahrtkosten übernehmen, die anfallen, wenn die WG-Bewohner zu Vorstellungsgesprächen unterwegs sind.
Junger Mann schließt eine Tür auf.
Die neue Einrichtung der Caritas ist für obdachlose junge Menschen zwischen 18 und 27 Jahren im Landkreis Fürstenfeldbruck. Insgesamt können sechs junge wohnungslose Menschen aufgenommen werden. In einem denkmalgeschützten Haus der Gemeinde hat die Stadt Fürstenfeldbruck eine 100 Quadratmeter große Vierzimmer-Wohnung zur Verfügung gestellt. Es gibt drei Schlafzimmer mit je zwei Betten, ein Bad, eine gemeinsame Küche und ein kleines Büro für die Beraterinnen. Bis zu einem Jahr sollen die jungen Menschen – Männer wie Frauen – dort wohnen können. Die Caritas-Berater erarbeiten mit den jungen Bewohnern Ziele und weisen ihnen mithilfe des Caritas-Netzwerks Wege in die Selbstständigkeit. Manchmal sind die Schritte auf diesem Weg ganz klein. Wenn die jungen Menschen sich so weit stabilisiert haben, sollten sie in eine eigene Wohnung ziehen. Die Sozialpädagogin und ihr Team begleiten auch diesen Schritt: Das heißt, sie bleiben auch weiterhin Ansprechpartner bei Problemen und stehen für Beratung zur Verfügung.
Spendenkonto
Bank für Sozialwirtschaft
Stichwort: Hilfe für junge Wohnungslose FFB
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Ansprechpartnerin
Ansprechpartnerin: Spendenbetreuung / Spendenprojekte
Irmgard Czech

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E-Mail: irmgard.czech@
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