Frau hält rotes Herz vor sich hin.
Mann sitzt am Tisch und vergräbt sein Gesicht. Er ist einsam.
Geborener Optimist

Seit zehn Jahren lebt der Kroate Drago in Deutschland. Erst kürzlich hat der 69-Jährige seine Arbeit verloren. Seitdem kann er sich seine Krankenversicherung nicht mehr leisten. Dabei wäre eine Augenoperation bitter von Nöten, er hat auf einem Auge bereits nur noch 50 Prozent Sehkraft. Trotzdem gibt Drago die Hoffnung nicht auf. Er hat sich an unsere Caritas-Migrationsberatung in der Münchner Innenstadt gewandt. Seitdem unterstützt ihn Sozialberater Marijo Suman. Suman berichtet, dass er selten so einen Klienten getroffen habe, der so bescheiden und gleichzeitig optimistisch mit seiner desolaten Lebens- und Finanzsituation umgehe. Damit die Kosten für die Augen-Operation sichergestellt sind, muss Drago trotz Arbeitslosigkeit monatlich 180 Euro aufbringen. Das kann mit Ihrer Unterstützung gelingen. Dank Ihrer Spende macht Drago keine Schulden mehr bei der Krankenkasse und die fortschreitende Augenkrankheit kann schnellstmöglich behandelt werden. Lesen Sie den kompletten Adventruf bei unserem Kooperationspartner der Aktion: der Münchner Kirchenzeitung.
Sozialberater Marjio Suman in seinem Büro.
Seit fast sechs Jahren ist Marijo Suman in der Migrationsberatung tätig. In dieser Zeit hat sich einiges getan. Suman: „Die Arbeit verändert sich immer wieder. Je nachdem, wie auch die politische Lage ist. Eine Veränderung war ja, dass Kroatien in die EU gekommen ist und dass viel mehr Kroaten kamen. Das ist für meine Arbeit spezifisch, weil ich die Sprache spreche und für diese Klientengruppe dann auch zuständig bin. Das andere war die Flüchtlingswelle, wobei wir für alle Migranten zuständig sind. Das war eine große Veränderung der Zielgruppe, der Anzahl von Klienten … unsere Zielgruppe ist breiter geworden. Die Klientenzahlen werden nicht weniger.“ Im Schnitt macht Suman vier bis fünf einstündige Beratungen täglich. Diese sind vorher mit den Klienten vereinbart worden. Wenn offene Sprechstunde ist, sind es sogar mehr. „Zwanzig Klienten pro Woche sind's mit Sicherheit“, berichtet Suman.

Sprache ist ein wichtiger Schlüssel zur Integration
So gut wie alle Klienten sind auf der Suche nach einem Deutschkurs oder einer Sprachförderung. Integration ist aber auch von der Wohnung abhängig, der Arbeitsaufnahme, die Kinder müssen eingeschult werden und die Familiensituation muss stabil sein. „Da gibt es oft Schwierigkeiten“, so der Sozialberater. „Viele Migranten haben nur eine kleine Wohnung. Das behindert die Integration wirklich massiv. Klienten kommen, verlieren ihren Job und wissen nicht weiter, brauchen rechtliche Abklärung, die auch etwas kostet, die auch schwierig ist. Die Migranten kommen wirklich mit allen möglichen und anspruchsvollen Themen.“

Sternstunden der Migrationsarbeit
Es gibt aber nicht nur Hürden, es gibt auch positive Momente. „Wir haben natürlich auch Erfolgserlebnisse. Eine Klientin hat in kurzer Zeit die Sprache gelernt, einen Job und eine Wohnung gefunden. Deren Kinder konnten nachkommen, wurden eingeschult und sind gut in der Schule. Die Klienten haben eigene Energie und Ressourcen, die sie aktivieren können. Es ist spürbar: Unsere Arbeit trägt Früchte. Die Meisten, die herkommen sind schon zufrieden und wollen kämpfen. Aufzugeben ist nicht der Regelfall. Meistens findet sich irgendwie eine Lösung.“ Manchmal könne sich das ganz schön herauszögern, räumt Suman ein. Um diese Zeit gut zu überbrücken, arbeitet die Migrationsberatung Hand in Hand mit vielen weiteren Caritas-Diensten zusammen, mit ALVENI, mit der Schuldnerberatung, der Gemeindeorientierten Sozialen Arbeit, mit dem Sozialdienst Katholischer Frauen, mit der mobilen Werkstatt, dem Oma-Leihprojekt. „Alleine können wir nicht alles stemmen. Wir sind dankbar über die Zusammenarbeit.“ Dieses wahrlich gute Zusammenspiel, kommt den Menschen zugute, die – im Gegensatz zu uns selbst - aus diversen Gründen nicht in der eigenen Heimat bleiben und leben können.
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