Aktuelles von der Pater-Rupert-Mayer-Stiftung

Zum 73. Todestag von Pater Rupert Mayer


November 2019

am 1. November 1945 starb Pater Rupert Mayer. Noch heute, 73 Jahre nach seinem Tod, verehren ihn viele Münchner für seine Willensstärke und Nächstenliebe.
Heute würde man ihn als Helden bezeichnen. Pater Rupert Mayer wurde im Jahr 1876 in Stuttgart geboren. Sein Leben war bewegt. Er hatte viele bedeutende Stationen. Vor allem die Münchner Bürger kennen ihn gut. Denn hier hat er 1912 als Seelsorger für Zuwanderer seinen Dienst begonnen und wurde durch seinen unaufhörlichen Widerstand gegen das NS-Regime bekannt. Seine Fürsorge galt allen Schichten der Bevölkerung. Deshalb wurde Rupert Mayer schon zu Lebzeiten als „Apostel Münchens“ bezeichnet und verehrt.  Nach einem Schlaganfall im Jahr 1945 ist Pater Rupert Mayer verstorben und wurde zunächst auf dem Ordensfriedhof in Pullach bestattet. Heute ist sein Grab in der Unterkirche des Münchner Bürgersaals zu finden und wird von unzähligen Gläubigen besucht.
Pater Rupert Mayer wurde 1987 seliggesprochen. „Seine Zivilcourage und sein soziales Engagement aus christlicher Motivation können beispielhaft sein für Menschen unserer Zeit“, sagte Papst Johannes Paul zur Seligsprechung. Die Pater-Rupert-Mayer-Stiftung wurde anlässlich der Seligsprechung gegründet und hilft Menschen in Not.
Auch Sie können Stifter der Pater-Rupert-Mayer-Stiftung werden und eine Stiftung oder einen Fonds mit eigenem Namen und eigenem Zweck gründen. So hat Monsignore Kellermann zum Beispiel den Kellermann-Fonds unter dem Dach der Pater-Rupert-Mayer-Stiftung gegründet. Aus den Erträgen seines Fonds wurde beispielsweise ein Reittherapieprojekt für traumatisierte Kinder gefördert. Die Pater-Rupert-Mayer-Stiftung unterstützt noch viele andere Projekte in der Erzdiözese München und Freising. Mit dem Herzen denken, Zukunft schenken, im Geiste von Pater Rupert Mayer.
 
Autorin: Daniela Reitmeier
Die Pater-Rupert-Mayer-Stiftung erwirbt Haus St. Josef für jugendliche Flüchtlinge in Garmisch-Partenkirchen


April 2016

„Es ist ein Glücksfall, dass der Klerushilfeverein sich bewusst dafür entschieden hat, das frühere Priestererholungshaus in eine soziale Einrichtung zu verwandeln und nicht meistbietend zu verkaufen“, sagte Caritasdirektor Hans Lindenberger in seinem Grußwort bei der Einweihung des Caritas-Jugendhauses St. Josef am Dienstag. Der Verein habe damit einen Brückenschlag in die Zukunft ermöglicht. Weihbischof Wolfgang Bischof gratulierte dem Caritasverband zur Verjüngung des Hauses, das als eines der Werke der Barmherzigkeit „Fremden Heimat gebe“. 18 Jugendliche aus Syrien, Eritrea, Somalia, Sudan, Pakistan und Afghanistan zogen Anfang April ein. Das Haus bietet Platz für insgesamt 30 Jugendliche und steht auch für Jugendliche aus der Region offen. Im Rahmen der Segnungsfeier wünschte Weihbischof Wolfgang den Caritasmitarbeitenden, dass sie als „Handlanger Gottes Hand in Hand mit den jugendlichen Flüchtlingen in die Zukunft gehen“.
 
Der stellvertretende Landrat Martin Wohlketzeter betonte in seinem Grußwort den wichtigen Integrationsbeitrag, den die Caritas und das Jugendhaus leisteten. Der strukturierte Tagesablauf in St. Josef böte den Jugendlichen Halt und Orientierung. Freizeitangebote wie Ausflüge, Sport oder Musik helfen ihnen, ihre neue Heimat kennen zu lernen und sich zu integrieren. Sigrid Meierhofer, Bürgermeisterin in Garmisch-Partenkirchen, betonte, wie wichtig es gewesen sei, die Nachbarn der zentral gelegenen Einrichtung von Anfang an mit einzubeziehen. Architekt Steinert gab einen kurzen Überblick über die in nur sieben Monaten Bauzeit geleisteten Maßnahmen, um zeitgemäße Zimmer bereit zu stellen und die heutigen Anforderungen des Brand- und Wärmeschutzes zu erfüllen.
 
Einrichtungsleiterin Birgit Weiß erzählte, sie habe mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von den jugendlichen Bewohnern schon viel gelernt: „Von der Sprache, dem Optimismus und der Motivation, die sie hergebracht haben“. Sie dankte ihrem sehr jungen Team für den gelungenen Aufbau der Einrichtung und allen, die sich von Regierung, Kommune, Pater-Rupert-Mayer-Stiftung und Caritas dafür eingesetzt hatten.
 
Das Caritas-Haus St. Josef in Garmisch-Partenkirchen steht der Caritas seit Anfang April als Einrichtung der stationären Jugendhilfe zur Verfügung. Es soll vor allem unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen auf dem Weg in die Selbständigkeit ein Zuhause bieten, aber auch für Jugendliche aus dem Landkreis offen stehen. Die Pater-Rupert-Mayer-Stiftung, eine Stiftung zur Förderung der Arbeit des Diözesan-Caritasverbands München und Freising, hat das bisher als Gästehaus genutzte Gebäude 2015 vom Verein Klerushilfe e.V. erworben.

Stiftungskonto
Pater-Rupert-Mayer-Stiftung
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