Aktuelles von der Pater-Rupert-Mayer-Stiftung

Vertrauen, Frieden, Sinn stiften - Was machen Stiftungen eigentlich?
Logo Tag der Stiftungen 2019, Bundesverband Deutscher Stiftungen
Diese Frage stellt die Pater-Rupert-Mayer-Stiftung anlässlich des Tags der Stiftungen am 1. Oktober 2019. 

Stiften hat Tradition.
Die ersten belegten Stiftungen wurden im 12. Jahrhundert gegründet Spätestens seit dem Mittelalter bringen Privatpersonen ihr Vermögen in Stiftungen ein, um  gemeinnützige Zwecke zu unterstützen und den eigenen Werten Dauer zu verleihen.

Was können Stiftungen für unsere Gesellschaft heute (noch) leisten? Stiften ist ungebrochen ein Mittel mit großer Hebelwirkung, um Gutes zu tun, wissen erfahrene Stifterinnen und Stifter. Durch das Stiften stärken sie die Zivilgesellschaft in ihrem Zusammenspiel mit Staat und Markt. In genau dieser Funktion wird der gesamte gemeinnützige Sektor heute mehr denn je für ein gelingendes Miteinander gebraucht. Stiftungen sind in der Lage, der wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich Mitmenschlichkeit und Solidarität entgegenzusetzen - ohne den Staat aus seiner Pflicht zu entlassen.   
Ein konkretes Beispiel ist die Pater-Rupert-Mayer-Stiftung, die Dachstiftung des Caritasverbands München und Freising e.V. Sie wurde 1987 gegründet, um die Mission Pater Rupert Mayers zu erfüllen. Er setzte sich bedingungslos für Bedürftige und Notleidende ein. In rund 20 Projekten, im Jahr 2018 mit rund 120.000 EURO gefördert, helfen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Einrichtungen und Diensten der Caritas, wo immer Menschen in Not geraten.
Foto Förderprojekt Foodtruck Pfaffenhofen, 09/2019, Foto: Caritas/Alberter
Aktuelles Förderprojekt „Foodtruck“ - ein Beschäftigungsbetrieb des Caritas-Zentrums Pfaffenhofen in Kooperation mit dem dortigen Jobcenter. Langzeitarbeitslose bereiten im Foodtruck kleine Gerichte, Suppen, Salate und Sandwiches zu. Mittags verkaufen sie die Speisen und alkoholfreien Getränke vor dem Caritas-Zentrum zu sozialen Preisen an Laufkundschaft.

Die Mitarbeitenden erleben wieder eine geregelte Tagesstruktur und erhalten sozialpädagogische Betreuung, um fit für den Arbeitsmarkt zu werden. Langfristig sollen zwei Teilnehmer/-innen eine feste Anstellung erhalten.

Bisher konnte bereits ein Teilnehmer in Teilzeit fest angestellt werden, für ihn „ist die Arbeit hier das Beste, was ich mir vorstellen kann. Ich kann meine Deutschkenntnisse verbessern und ich mag die Kollegen hier.“ Am Foodtruck können Geldspenden abgegeben werden, damit Bedürftige anonym eine kostenlose Mahlzeit erhalten.
Dank der Stifterinnen und Stifter werden wichtige Förderprojekte wie dieses erst möglich. Sie setzen sich im Namen des seligen Pater Rupert Mayer für arme und notleidende Menschen in Oberbayern engagieren. Sie stiften Vertrauen, denn sie ermöglichen dringende Hilfe. Sie stiften Frieden, weil sie Ungleichheit mindern. Sie stiften Sinn, indem sie Nächstenliebe leben.
 
Hintergrundinformation zum Tag der Stiftungen
Die Pater-Rupert-Mayer-Stiftung ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Stiftungen (www.stiftungen.org), der wiederum am diesjährigen zentralen Tag der Stiftungen am 1.10.2019 beteiligt ist. Der Aktionstag macht europaweit auf das Wirken von Stiftungen aufmerksam und wurde im Jahr 2013 vom europäischen Donors and ­Foundations Network (DAFNE) ins Leben gerufen.

Andrea Gschwendner, Julia Schäfer, Marieluise Ruf  

Sie möchten mehr über Möglichkeiten des Stiftens erfahren?

Wir beraten Sie gerne telefonisch unter (089)55169-572 oder per E-Mail an Daniela Reitmeier unter info@pater-rupert-mayer-stiftung.de

August 2019

Pater Rupert Mayer – Taten der Nächstenliebe für die Armen und Notleidenden
 
Buschige Brauen, ein kantiges Gesicht, eine kräftige Nase – die metallenen Büsten Pater Rupert Mayers, die in der Münchner Bürgersaalkirche und im Foyer des Diözesan-Caritasverbands in der Hirtenstraße stehen, zeigen einen Mann, dessen Entschlossenheit und Kraft nicht nur dort zu spüren ist, sondern vor allem durch seine eindrucksvollen Taten erkennbar werden.
 
Vor allem Taten der Nächstenliebe sind es, die Pater Rupert Mayer auszeichnen. Er wird von vielen Menschen für seinen Mut und seinen Willen, die Lebensumstände von Notleidenden zu verbessern, bewundert. Bekannt als Kämpfer für die Belange von Menschen am Rande der Gesellschaft, ging er zu diesen und schenkte ihnen ein offenes Ohr. Er nahm sich ihrer Sorgen und Nöte an und ergriff in ihrem Namen das Wort gegenüber Obrigkeiten. Auch die Diktatur des dritten Reichs hielt ihn nicht von seinem Auftrag ab. Er stellte sich vehement gegen die Herrschaft der Nationalsozialisten und nahm für seine Überzeugungen sogar Konzentrationslager und Haft in Kauf. Pater Rupert Mayer, ein Mensch, der mit seinen Taten der Nächstenliebe auch im aktuellen Zeitgeschehen Vorbild für unser christliches Handeln sein sollte.
 
Die Pater-Rupert-Mayer-Stiftung – tätig im Sinne ihres Namensgebers
 
Die nach ihm benannte Pater-Rupert-Mayer-Stiftung, wurde 1987 mit den Geldern aus der Kollekte anlässlich seiner Seligsprechung im Olympiastadion gegründet. Ziel der Stiftung ist es, die Lebenssituation von hilfsbedürftigen Menschen zu verbessern. Mit ihren Stiftungsmitteln unterstützt sie Einrichtungen und Dienste des Caritasverbands der Erzdiözese München und Freising. Der Verband hat sich die Mission Pater Rupert Mayers zu eigen gemacht und steht in der Nachfolge seines großen Patrons bedingungslos an der Seite von Bedürftigen und Notleidenden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Einrichtungen und Diensten der Caritas helfen, wo immer Menschen in Not geraten.
 
Viele Spenderinnen, Wohltäter und Stifterinnen engagieren sich im Namen Pater Rupert Mayers für arme und notleidende Menschen in Oberbayern. Durch ihren wertvollen Einsatz kann der Caritasverband tätige Nächstenliebe leisten und an der Seite von Menschen stehen, die dringend Hilfe benötigen. Dafür gebührt ihnen großer Dank.
 
Möchte auch Sie sich im Sinne Pater Rupert Mayers für seine Stiftung engagieren?
Wir beraten Sie gerne telefonisch unter (089)55169-572 oder per E-Mail unter info@pater-rupert-mayer-stiftung.de.
 
Autoren: Daniela Reitmeier, Daniel Gummert
 


November 2018

Zum 73. Todestag von Pater Rupert Mayer
 
Am 1. November 1945 starb Pater Rupert Mayer. Noch heute, 73 Jahre nach seinem Tod, verehren ihn viele Münchner für seine Willensstärke und Nächstenliebe.
Heute würde man ihn als Helden bezeichnen. Pater Rupert Mayer wurde im Jahr 1876 in Stuttgart geboren. Sein Leben war bewegt. Er hatte viele bedeutende Stationen. Vor allem die Münchner Bürger kennen ihn gut. Denn hier hat er 1912 als Seelsorger für Zuwanderer seinen Dienst begonnen und wurde durch seinen unaufhörlichen Widerstand gegen das NS-Regime bekannt. Seine Fürsorge galt allen Schichten der Bevölkerung. Deshalb wurde Rupert Mayer schon zu Lebzeiten als „Apostel Münchens“ bezeichnet und verehrt.  Nach einem Schlaganfall im Jahr 1945 ist Pater Rupert Mayer verstorben und wurde zunächst auf dem Ordensfriedhof in Pullach bestattet. Heute ist sein Grab in der Unterkirche des Münchner Bürgersaals zu finden und wird von unzähligen Gläubigen besucht.
Pater Rupert Mayer wurde 1987 seliggesprochen. „Seine Zivilcourage und sein soziales Engagement aus christlicher Motivation können beispielhaft sein für Menschen unserer Zeit“, sagte Papst Johannes Paul zur Seligsprechung. Die Pater-Rupert-Mayer-Stiftung wurde anlässlich der Seligsprechung gegründet und hilft Menschen in Not.
Auch Sie können Stifter der Pater-Rupert-Mayer-Stiftung werden und eine Stiftung oder einen Fonds mit eigenem Namen und eigenem Zweck gründen. So hat Monsignore Kellermann zum Beispiel den Kellermann-Fonds unter dem Dach der Pater-Rupert-Mayer-Stiftung gegründet. Aus den Erträgen seines Fonds wurde beispielsweise ein Reittherapieprojekt für traumatisierte Kinder gefördert. Die Pater-Rupert-Mayer-Stiftung unterstützt noch viele andere Projekte in der Erzdiözese München und Freising. Mit dem Herzen denken, Zukunft schenken, im Geiste von Pater Rupert Mayer.
 
Autorin: Daniela Reitmeier


April 2016

Die Pater-Rupert-Mayer-Stiftung erwirbt Haus St. Josef für jugendliche Flüchtlinge in Garmisch-Partenkirchen

„Es ist ein Glücksfall, dass der Klerushilfeverein sich bewusst dafür entschieden hat, das frühere Priestererholungshaus in eine soziale Einrichtung zu verwandeln und nicht meistbietend zu verkaufen“, sagte Caritasdirektor Hans Lindenberger in seinem Grußwort bei der Einweihung des Caritas-Jugendhauses St. Josef am Dienstag. Der Verein habe damit einen Brückenschlag in die Zukunft ermöglicht. Weihbischof Wolfgang Bischof gratulierte dem Caritasverband zur Verjüngung des Hauses, das als eines der Werke der Barmherzigkeit „Fremden Heimat gebe“. 18 Jugendliche aus Syrien, Eritrea, Somalia, Sudan, Pakistan und Afghanistan zogen Anfang April ein. Das Haus bietet Platz für insgesamt 30 Jugendliche und steht auch für Jugendliche aus der Region offen. Im Rahmen der Segnungsfeier wünschte Weihbischof Wolfgang den Caritasmitarbeitenden, dass sie als „Handlanger Gottes Hand in Hand mit den jugendlichen Flüchtlingen in die Zukunft gehen“.
 
Der stellvertretende Landrat Martin Wohlketzeter betonte in seinem Grußwort den wichtigen Integrationsbeitrag, den die Caritas und das Jugendhaus leisteten. Der strukturierte Tagesablauf in St. Josef böte den Jugendlichen Halt und Orientierung. Freizeitangebote wie Ausflüge, Sport oder Musik helfen ihnen, ihre neue Heimat kennen zu lernen und sich zu integrieren. Sigrid Meierhofer, Bürgermeisterin in Garmisch-Partenkirchen, betonte, wie wichtig es gewesen sei, die Nachbarn der zentral gelegenen Einrichtung von Anfang an mit einzubeziehen. Architekt Steinert gab einen kurzen Überblick über die in nur sieben Monaten Bauzeit geleisteten Maßnahmen, um zeitgemäße Zimmer bereit zu stellen und die heutigen Anforderungen des Brand- und Wärmeschutzes zu erfüllen.
 
Einrichtungsleiterin Birgit Weiß erzählte, sie habe mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von den jugendlichen Bewohnern schon viel gelernt: „Von der Sprache, dem Optimismus und der Motivation, die sie hergebracht haben“. Sie dankte ihrem sehr jungen Team für den gelungenen Aufbau der Einrichtung und allen, die sich von Regierung, Kommune, Pater-Rupert-Mayer-Stiftung und Caritas dafür eingesetzt hatten.
 
Das Caritas-Haus St. Josef in Garmisch-Partenkirchen steht der Caritas seit Anfang April als Einrichtung der stationären Jugendhilfe zur Verfügung. Es soll vor allem unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen auf dem Weg in die Selbständigkeit ein Zuhause bieten, aber auch für Jugendliche aus dem Landkreis offen stehen. Die Pater-Rupert-Mayer-Stiftung, eine Stiftung zur Förderung der Arbeit des Diözesan-Caritasverbands München und Freising, hat das bisher als Gästehaus genutzte Gebäude 2015 vom Verein Klerushilfe e.V. erworben.

Stiftungskonto
Pater-Rupert-Mayer-Stiftung
LIGA Bank
IBAN: DE12 7509 0300 0002 7000 00  
BIC: GENODEF1M05
(Hinweis: Das "O" wie "Otto" ist unterstrichen.)

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