Junge Männer reichen sich die Hand.
Alveni-Jugendhaus
ALVENI bedeutet „Ankommen“ – nie mehr flüchten müssen.
Im Alveni-Jugendhaus lernen die Kinder und Jugendlichen fleißig Deutsch für einen Schulabschluss. Sie werden Mitglied in einem Fußballverein und finden Freunde. Im Alveni-Jugendhaus erfahren Kinder und Jugendliche Geborgenheit in einer Gemeinschaft und lernen, wieder zu lachen und fröhlich zu sein. Außerdem erhalten sie ein gutes Zuhause auf Zeit. Eine Vielzahl unserer konkreten Hilfen für Flüchtlinge wird ausschließlich aus Spenden finanziert. Beispielsweise Freizeitmaßnahmen für Kinder, Deutschkurse, Schul- und Spielmaterial, Geburtstagsgeschenke, Bewerbungsmappen, Fahrkarten, Einzelfallhilfen in Notfällen und vieles mehr.
Geschichte zum Projekt:
Deutschunterricht für junge Flüchtlinge in Alveni-Jugendhaus
„Ich heiße Mohammed und ich möchte einen Arzttermin vereinbaren.“ Noch kommen die Worte etwas stockend über die Lippen des Jugendlichen. Geduldig lässt die Lehrerin Ulrike Gaidosch-Nwankwo den Satz wiederholen. Beim zweiten Mal ist die Aussprache des Satzes klarer. Mohammed strengt sich gewaltig an – schließlich will er nicht nur Deutsch lernen, er möchte es möglichst gut und schnell. Im Caritas Alveni-Jugendhaus in Fürstenfeldbruck bei München wohnt der junge Syrer mit weiteren unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Neben ihren externen Schulbesuchen erhalten sie im Jugendhaus zusätzlichen Deutschunterricht und Sprachlernberatung.
Mehrere Kinder sitzen zusammen und unterhalten sich
Unterricht geht auf die jungen Menschen ein
„Die meisten Jugendlichen sind von ihrer Flucht schwer traumatisiert. Ein geregelter Tagesablauf mit festen Strukturen ist jetzt besonders wichtig“, verdeutlicht die Pädagogin. Die 54-Jährige muss sich auf junge Menschen aus vielen unterschiedlichen Nationen und Kulturen einstellen. Ihre Schüler sind zwischen 16 und 18 Jahre alt und kommen aus Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Pakistan und Syrien. Viele von ihnen haben in ihrem Heimatland keine Schule besucht, können weder lesen noch schreiben. Andere sind hochqualifiziert. „Daher legen wir Wert auf einen kultursensiblen Unterricht, der auf die individuellen Bedürfnisse, das unterschiedliche Lerntempo und die Sozialisierung eingeht. Wichtig sind uns auch eine genaue Beobachtung der einzelnen Schüler und regelmäßige Besprechungen mit den pädagogischen Betreuern im Team.“
Frau sitzt neben einem Mädchen und zeigt auf etwas
Sensibilität in der Sprachvermittlung
Ein großes Anliegen ist der Deutschlehrerin im Alveni-Jugendhaus, dass die Jugendlichen einen fachlich versierten Unterricht erhalten. „Das erfolgreiche Lernen einer fremden Sprache hängt stark von der Bildung und Kultur ab, aber auch von didaktischen Fertigkeiten in der Vermittlung.“ Neben der deutschen Sprache vermittelt sie den Jugendlichen auch kultursensible Themen wie Regeln und Werte in einer demokratischen Gesellschaft, Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie religiöse, weltanschauliche und genderbezogene Vielfalt. Hohe Sensibilität ist dabei beim Umgang mit „Familienleben und Familienfeiern“ gefragt. „Unsere Flüchtlinge sind ohne Eltern, Geschwister und Familienangehörige geflohen und mussten mit schweren Familienschicksalen fertig werden. Das müssen wir stets berücksichtigen.“ Manchmal erzählt sie zuhause von ihrer Arbeit mit den jungen Flüchtlingen. „Dann merken die eigenen Kinder immer, wie gut sie es eigentlich haben und wie viele Möglichkeiten ihnen ganz selbstverständlich zur Verfügung stehen.“
Ansprechpartnerin
Ansprechpartnerin: Spendenbetreuung / Spendenprojekte
Irmgard Czech

Tel.: 089 55169 223
E-Mail: irmgard.czech@
caritasmuenchen.de
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